StudieÖlpreiskollaps, Verkehr und Klima

Autos bei Nacht auf einer schneebedeckten Straße. Es sind starke Abgase zu sehen.

Der niedrige Ölpreis macht die Klima-Verhandlungen in Paris schwerer. Wenn das Barrel Rohöl 50 statt 100 Dollar kostet, schwindet vielfach die Motivation sich auf neue Technologien einzulassen. Warum das so ist, zeigt die heute veröffentlichte Studie „Ölpreiskollaps, Verkehr und Klima“ auf.

Ein Hauptsorgenkind des Klimaschutzes ist der Verkehr. Die Autos sind seit den 90er Jahren immer schwerer geworden und haben mehr PS bekommen. Deswegen sinkt der Spritverbrauch nicht und der Klimaschutz im Verkehr kommt nicht voran. Zusätzlich schummeln die Autohersteller bei den Angaben zum Spritverbrauch und täuschen somit unter den Augen der Bundesregierung die Autokäufer. Wir brauchen dringend einen Neustart, was die Ehrlichkeit der Autohersteller angeht. Die Bundesregierung darf sich nicht als Erfüllungsgehilfe von einzelnen Unternehmensinteressen verstehen sondern als Kontrolleur von sinnvollen Regelungen. Eine Verringerung des Spritverbrauchs wird aber nicht reichen, um die CO2 Reduktionsziele für den Verkehr zu erreichen.

Wir müssen andere Mobilitätskonzepte entwickeln und jetzt mit anderen größeren Volkswirtschaften koordiniert in die Elektromobilität einsteigen, auch wenn die Akkureichweite für einige Anwendungen noch nicht perfekt ist. Dazu bedarf es einer staatlichen Anschubfinanzierung, damit Elektroautos konkurrenzfähiger werden, wenn sie mit Ökostrom angetrieben werden.

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