StraßenverkehrVerkehrssicherheit geht vor

Verkehr auf einer Bundesstraße, aufgenommen mit Langzeitbelichtung

3.340 Menschen starben in 2013 auf Deutschlands Straßen, 374.000 Personen wurden verletzt. Die Zahl der Unfallopfer sinkt mittlerweile nur noch leicht, denn nicht alle Möglichkeiten zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr werden genutzt.

Eine der häufigsten Unfallursachen ist Alkohol am Steuer. Schon ein Glas Wein schränkt die Reaktionsfähigkeit von Fahrerinnen und Fahrern deutlich ein. Daher gehen Autofahren und Alkohol nicht zusammen. Eine sinnvolle Regelung zum Alkoholverzicht muss selbstverständlich auch praktikabel sein. Wer Hustensaft oder eine Weinbrandbohne zu sich nimmt, darf deshalb nicht seinen Führerschein riskieren.

Es besteht Konsens unter Fachleuten, dass sich das Alkoholverbot für Fahranfänger bis 21 Jahre bewährt hat und wesentlich zu einem Rückgang der Unfälle im Straßenverkehr beigetragen hat. Daher begrüßen wir, dass sowohl der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), die Deutsche Verkehrswacht (DWV) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine Absenkung der derzeitigen Promillegrenze für alle Fahrer fordern.

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen schließt sich diesen Forderungen an, konsequent auf Alkohol am Steuer zu verzichten und sieht dies neben weiteren Handlungsfeldern – u.a. bessere Straßenraumgestaltung, angepasste Geschwindigkeiten, Schutzvorkehrungen an Alleen - als großen Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Wir stehen zum Leitbild „Vision Zero“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrats, also dem Ziel, jeden tödlichen Unfall zu vermeiden: Alle kommen an, keiner kommt um. Und wir werden dazu weiter den fachlichen Austausch mit Verkehrswissenschaftlern, Autofahrern, Verbänden und den Kolleginnen der anderen Fraktionen im Deutschen Bundestag suchen und danach weitere Handlungskonzepte entwickeln.

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5 Kommentare
Liebe GRÜNE Bundestagsfraktion,
wolfgang hoppe 27.03.2014

habt Ihr denn eine Untersuchung vorliegen, die seriös nachweist, wieviele Unfälle tatsächlich als Ursache einen Alkoholwert zwischen 0,0 und 0,5 haben ? Müßten unter Sicherheitsaspekten nicht eher Freisprechanlagen, Navigationsgeräte etc verboten werden, durch die sich viele Fahrerinnen und Fahrer vom Blick auf die Straße ablenken lassen ?
Was meint Ihr, welchen Bärendienst Ihr uns im Kommunalwahlkampf mit Eurer neuesten Forderung erweist ? Wir würden uns gerne an unseren Ständen über unsere Ratspolitik und Visionen für unsere Stadt unterhalten. Stattdessen erwarten uns jetzt wieder Gespräche darüber, warum wir mit aller Macht unser Image als Verbotspartei pflegen
wolfgang hoppe greven

DDR 2.0 ?
Gast 27.03.2014

Man hat manchmal den Eindruck das nach der Wiedervereinigung das alte DDR System schleichend wiedereingeführt wird:
- Null Promille
- Geschwindigkeitsbegrenzungen
- Mietdeckelung
- Mindestlöhne
- Planwirtschaft in der Energieversorgung
- Frauenquoten
- böse Kapitalisten und müssen enteignet werden
- Kinder sollen frühzeitig in die Kinderkrippen/gärten
- NSA Spionage
- schechte Straßen
Es gab allerdings Dinge die tatsächlich von der DDR übernommen werden könnten:
- hohe Geburtenraten
- keine Masseneinwanderung
- Achtung gegenüber Bauern, Arbeitern und Handwerkern
- gesunder Patriotismus
Da höre ich leider nichts davon

Sanktionierungswahnsinn
Bernhard Leikam 28.03.2014

Hört endlich damit auf alles sofort Sanktionieren zu wollen. Es gibt keinen Königsweg und das man sich auch mal genüsslich ein Glas Wein einverleibt und nicht sofort unter Generalverdacht gestellt wird Einzug in die Alkohol-Unfallstatistik zu halten sollte jetzt endlich auch in der Bundesfraktion ankommen. Wir Normalbürger haben es satt nur noch auf Grund von Statistiken bewertet zu werden, dass ist ja schon fast Unmenschlich! Lebensqualität hat wohl niemand mehr nötig, scheint mir. Grundsätzlich sollte man an den gesunden Menschenverstand appellieren und wesentlich mehr Alkoholkontrollen im Straßenverkehr durchführen um den Extremfall präventiv entgegenzuwirken!

Verbotspartei
Martin Grieshammer 01.04.2014

Hiermit habt Ihr Euch nochmals bescheinigt, DIE Verbotspartei schlechthin zu sein!
Wenn es nach mir ginge, gehört Ihr ebenso wie die FDP in die außerparlamentarische Opposition, solange bis Ihr zurück zu Euren Wurzeln findet und lautstark "Verbieten gehört verboten" proklamiert!
Schlagt Euch endlich diesen Muff und Mief aus Euren Köpfen!
Übrigens: das Rauchverbot während Brauchtumsveranstaltungen (Schützenfeste u. Ä.) gehört wieder rückgängig gemacht, Ihr Spaßbremsen!

Was soll das?
Beschbo Schebalski 01.04.2014

Alkohol am Steuer ist zugegeben ein Übel, das bekämpft werden muß! Die 0,5-Promille-Grenze ist aber nach Meinung Vieler, auch sachverständiger, Leute vollkommen ausreichend. Es sollte vielmehr die Einhaltung der bestehenden Promillegrenze fokussiert werden!
Außerdem: Habt Ihr schon mal nachgeforscht, wieviele Menschen durch Arbeitsunfälle verletzt oder gar getötet werden? Nein?
Ich arbeite täglich in verschiedenen Betrieben und es ist hahnebüchen, wie die geltenden Arbeitsschutzbestimmungen von manchen Unternehmen mit Füßen getreten werden!
Engagiert Euch lieber mal da, wo es wirklich weh tut!

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