Initiative "SchokoFair" im Parlementarischen Beirat für nachhaltige EntwicklungKeine Kinderarbeit auf Kakaoplantagen

Kakaobohnen

Schokolade – so süß und zart sie einem im Mund zergehen mag: Angesichts der Arbeitsbedingungen bei der Kakaoernte bleibt ein bitterer Nachgeschmack.

Neben der Missachtung internationaler Standards, zum Beispiel hinsichtlich der Löhne oder der Arbeitssicherheit, ist auch Kinderarbeit beim Abbau von Kakaobohnen ein großes Problem. Deutschland ist dabei besonders in der Pflicht: Beim weltweiten Kakaokonsum belegen die Deutschen Platz 2.

Die Kinder des Schulprojektes „Schokofair“ der Montessori Sekundar- und Hauptschule Düsseldorf setzen sich dafür ein, missbräuchliche Kinderarbeit aktiv einzudämmen. Am 8. Oktober 2014 haben sie für ihr Engagement haben den WDR-Kinderrechtepreis erhalten. In einer öffentlichen Sitzung des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung erzählten sie von ihren bisherigen Aktionen und nahmen die Politikerinnen und Politiker in die Pflicht.

Gemeinsam sprachen sich alle Fraktionen des Nachhaltigkeitsbeirates dafür aus, missbräuchliche Kinderarbeit auf Kakaoplantagen stärker zu bekämpfen. Dabei fordern sie die Bundesregierung auf zu prüfen, inwiefern gesetzliche Regelungen auf nationaler und internationaler Ebene notwendig sind, um Kinderrechte zu schützen. Zudem sollten öffentliche Einrichtungen beim Einkauf mit gutem Beispiel voran gehen und auf fair gehandelte Produkte achten.

Beate Walter-Rosenheimer MdB, Sprecherin für Jugendpolitik, schlug vor, die Kinder in einem Jahr wieder einzuladen. Bis dahin könnte man sehen, was sich getan habe: "Wir werden uns dafür einsetzen, dass der Beschluss des Nachhaltigkeitsbeirats auch als ein Beschluss im Bundestag verabschiedet wird."

Die öffentliche Sitzung ist hier in voller Länge zu sehen: Gegen Kinderarbeit auf Kakaoplantagen

Den gemeinsamen Beschluss gibt es hier: Schokolade mit FAIRantwortung

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