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01Apr

Fachgespräch

25 Jahre seit dem Völkermord in Ruanda – Genozidprävention damals und heute

Inhalt

Darum geht's

Lücken und Lehren der Aufarbeitung in Deutschland und in der Weltgemeinschaft

Vor 25 Jahren, am 7. April 1994, begann in Ruanda der Völkermord an den Tutsi und moderaten Hutu, bei dem in weniger als 100 Tagen mehr als 800.000 Menschen getötet wurden. Viele der ruandischen Täterinnen und Täter wurden zur Verantwortung gezogen. Doch auch die internationale Gemeinschaft musste sich mit ihren eigenen Fehlern und Versäumnissen auseinandersetzen. Diese Mitverantwortung ist auch heute noch Gegenstand vieler Diskussionen.

Das Ziel dieses Fachgesprächs ist es festzustellen, welche Lehren aus den Geschehnissen in Ruanda für die deutsche Politik und für die internationale Genozidprävention gezogen wurden. Die noch bestehenden Lücken in der Aufarbeitung durch die damalige Bundesregierung sollen beleuchtet und ihre Gründe diskutiert werden. Darauf aufbauend sollen Schwachstellen der internationalen Zusammenarbeit ermittelt und Möglichkeiten analysiert werden, wie in Deutschland, in der EU und in den Vereinten Nationen z.B. mithilfe eines Frühwarnsystems schneller und effektiver reagiert werden kann, um solche Massenverbrechen wie in Ruanda erst gar nicht geschehen zu lassen.

Programm

Programm

14.30Anmeldung
15.00

Begrüßung

Agnieszka Brugger MdB
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

15.10

Welche Rolle hatten Deutschland und Europa vor und während des Völkermords?

Dr. Sonja Kreibich
Referatsleiterin Grundsatzfragen Subsahara-Afrika, Afrikanische Union, Südliches Afrika, Große Seen
Auswärtiges Amts

Philipp Rotmann
Associate Director
Global Public Policy Institute (GPPi)

Esther Mujawayo
Mitgründerin von AVEGA (Association des Veuves du Génocide d’Avril)

Moderation: Margarete Bause MdB
Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

16.20Pause
16.35

Internationale und Europäische Genozidprävention – wie geht es weiter?

Jens Stappenbeck
Geschäftsführer
Genocide Alert

Dr. Gerd Hankel
Völkerrechtler und Sprachwissenschaftler
Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur / Hamburger Institut für Sozialforschung

Dr. Kristin Platt
stellv. Leiterin des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung
Ruhr-Universität Bochum

Moderation: Ottmar von Holtz
Sprecher für Zivile Krisenprävention
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

17.50Schlusswort von Kordula Schulz-Asche MdB
18.00Möglichkeit für persönlichen Austausch

Anreise

Mit der U- oder S-Bahn bis Haltestelle „Hauptbahnhof“ oder „Brandenburger Tor“ oder mit dem Bus 100 bis zur Haltestelle „Reichstag/Bundestag“ oder mit dem Bus TXL bis Haltestelle „S- und U-Bahn „Brandenburger Tor“. Über den Eingang West, Konrad-Adenauer-Str. 1 gelangen Sie zum Veranstaltungsort. Um in das Paul-Löbe-Haus zu gelangen, benötigen Sie ein amtliches Personaldokument. Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist erforderlich.

Bitte nutzen Sie den Westeingang des Paul-Löbe-Hauses gegenüber vom Bundeskanzleramt.