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05Jun

Fachgespräch

Juristische Erinnerungskultur in Deutschland – Muss der "Palandt" umbenannt werden?

Inhalt

Ein gemeinsames Fachgespräch der Bundestagsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Die Linke

DARUM GEHT’S

Mit dem Aufstieg rechtspopulistischer Bewegungen in Europa rückt auch die Aufarbeitung des Nationalsozialismus wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Namen spielen dabei eine wichtige Rolle, denn überall – von Gebäuden bis zu Buchrücken – finden sich Artefakte der NS-Zeit. So auch beim Zivilrechtskommentar „Palandt“ – ein Klassiker, an dem wohl kein*e Jurist*in vorbeikommt. Der Namensgeber, Otto Palandt, war Mitglied der NSDAP, Präsident des Reichsjustizprüfungsamtes und trieb die „Arisierung“ des deutschen Rechtswesens voran: Jurist*innen sollten lernen, „Volksschädlinge zu bekämpfen“ und die „Verbindung von Blut und Boden, von Rasse und Volkstum“ begreifen.

Die Initiative „Palandt umbenennen“ fordert ein Umdenken: Kein juristisches Standardwerk dürfe den Namen eines NS-Täters tragen. Der Beck-Verlag, in dem der „Palandt“ seit über 80 Jahren erscheint, meint hingegen, die Bezeichnung diene der Erinnerungskultur. Anstatt Namen zu tilgen, müsse man sich kritisch mit ihnen auseinandersetzen.

Anlässlich dieser Debatte laden die Bundestagsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und SPD zum interfraktionellen Fachgespräch mit Vertreter*innen der Initiative „Palandt umbenennen“, des Beck-Verlags, des Deutschen Anwaltvereins und dem Journalisten Christian Bommarius ein. In einer Podiumsdiskussion werden wir der Kontroverse auf den Grund gehen und laden Sie herzlich dazu ein.

 

 

Programm

Programm

17.00Einlass
18.00

Begrüßung und Einführung

Metin Hakverdi MdB
SPD Bundestagsfraktion

18.05.

Eingangsstatement

Friedrich Straetmanns MdB
Die Linke Bundestagsfraktion

18.15

Podiumsdiskussion

Kilian Wegner
Mitinitiator der Initiative „Palandt umbenennen“

Prof. Dr. Klaus Weber
Mitglied der Geschäftsleitung des C.H.  Beck-Verlages, Juristisches Lektorat

Silvia Groppler
Rechtsanwältin und Mitglied der AG Anwältinnen des DAV

Christian Bommarius
Jurist, Journalist und Buchautor

Moderation: Katja Keul MdB
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

19.30

Fazit und Verabschiedung

Johannes Fechner MdB
SPD-Bundestagsfraktion

Abschließender Empfang (Getränke und Imbiss)

Anreise

Mit der U- oder S-Bahn bis Haltestelle „Hauptbahnhof“ oder „Bundestag“ (U-Bahn 55) oder mit dem Bus 100 bis zur Haltestelle „Reichstag/Bundestag. Um in das Jakob-Kaiser-Haus zu gelangen, benötigen Sie ein amtliches Personaldokument. Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist erforderlich.