Diese Webseite verwendet Cookies zur Auswertung und Optimierung unseres Web-Angebots. Nutzungsdaten dieser Webseite werden nur in anonymisierter Form gesammelt und gespeichert. Einzelheiten über die eingesetzten Cookies und die Möglichkeit, die Nutzungsdatenanalyse zu unterbinden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

27Mär

Fachgespräch

Klimabedingte Migration, Flucht und Vertreibung: eine Jahrhundertaufgabe

Inhalt

Darum geht's

Für Millionen von Menschen ist die Klimakrise längst Realität: Sie bedeutet Ernteverlust, Wasserknappheit, Überschwemmung oder Hitzewelle. Die Klimakrise verschärft bestehende politische und gesellschaftliche Konflikte und führt zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen. Sie bedeutet den unermesslichen Verlust eines Zuhauses, von Heimat und von jahrtausendealten Kulturgütern.

Die Klimakrise ist auch eine Krise der globalen Gerechtigkeit: Ihre Auswirkungen sind besonders in denjenigen Regionen zu spüren, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben. Bereits jetzt ist absehbar, dass Menschen insbesondere in Ländern des globalen Südens gezwungen sein werden, übergangsweise oder permanent ihr Zuhause verlassen zu müssen. Das stellt uns vor eine Jahrhundertaufgabe: Völkerrechtlich ist klimabedingte Migration, Flucht und Vertreibung nicht geregelt. Hier entschlossen zu handeln und einen politischen Rahmen zu setzen – darauf wird es in den nächsten Jahren ankommen.

Wie schaffen wir es, Klimaschutz, Migration und Flucht gemeinsam zu denken? Welche politischen Konzepte, welche völkerrechtlichen Ansätze stehen uns zur Verfügung? Wie schaffen wir es, eine würdevolle, selbstbestimmte und legale Migration rechtzeitig zu ermöglichen und zugleich Schutzmechanismen für Menschen zu etablieren, die infolge extremer Wetterereignisse plötzlich fliehen müssen? Was bedeutet Klimagerechtigkeit für Industrienationen? Und welchen akuten Handlungsbedarf gibt  es schon heute in den Regionen, die besonders schwer von der Klimakrise betroffen sind und in denen Menschen gezwungen sind, ihre bisherige Heimat zu verlassen?

Gemeinsam mit Ihnen und Fachleuten aus Wissenschaft, Politik und Entwicklungszusammenarbeit wollen wir diese Fragen beantworten – und damit Lösungsansätze für die betroffenen Menschen und Regionen entwickeln.

Programm

Programm

09.00Anmeldung
09.30

Begrüßung: „Den Planeten teilen lernen – Menschenrechtsbasierte und friedenspolitische Perspektiven auf klimabedingte Wanderungsbewegungen“

Claudia Roth MdB
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

09.45

Kurzfilm der Environmental Justice Foundation

Sebastian Buschmann
Environmental Justice Foundation

09.55

Grüne Forderungen der Klimagerechtigkeit

Katrin Göring-Eckardt MdB
Fraktionsvorsitzende
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

10.00

Panel 1: „Auswirkungen der Klimakrise - Unterstützung von betroffenen Regionen und Menschen im Globalen Süden“

Dirk Messner
Leiter der United Nation University und Mitglied WGBU

Koko Warner
Leiterin Unterprogramms zum Kilmawandel “Impacts, Vulnerability, and Risks”
UNFCCC

Maina Talia
NGO-Netzwerk "Tango" auf Tuvalu

Moderation: Sabine Minninger
Brot für Welt

10.50

Kommentierende Schlaglichter: Was heißt das für grüne Politik?

Jürgen Trittin MdB
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Lisa Badum MdB
Sprecherin für Klimapolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Uwe Kekeritz MdB
Sprecher für Entwicklungspolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Diskussion mit dem Publikum

11.30Kurze Kaffeepause
11.45

Panel 2: „Klimabedingte Wanderungsbewegungen – neue Instrumente im Völkerrecht?“

Sarah Koeltzow
Policy Officer der „Platform On Disaster Displacement“

Sophie Gebreyes
Lutherischer Weltbund in Äthiopien

Dr. Julia Duchrow
Brot für die Welt
Moderation: Vera Künzel
Germanwatch

12.35

Kommentierende Schlaglichter: Was heißt das für grüne Politik?

Luise Amtsberg MdB
Sprecherin für Flüchtlingspolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Filiz Polat MdB
Sprecherin für Migrations- und Integrationspolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Diskussion mit dem Publikum

13.25

Zusammenfassung und Dank

13.30Networking Lunch

Anreise

Um zum Marie-Elisabeth-Lüders-Haus zu gelangen, fahren Sie mit der Tram, U- oder S-Bahn bis zur Haltestelle "Friedrichstraße" oder per S-Bahn oder Bus 100 bis zur Haltestelle "Brandenburger Tor". Vom Hauptbahnhof sind es zirka 10 Minuten Fußweg, alternativ nutzen Sie von dort die Buslinie TXL bis "Marschallbrücke" oder die U 55 bis Station „Bundestag“.