Diese Webseite verwendet Cookies zur Auswertung und Optimierung unseres Web-Angebots. Nutzungsdaten dieser Webseite werden nur in anonymisierter Form gesammelt und gespeichert. Einzelheiten über die eingesetzten Cookies und die Möglichkeit, die Nutzungsdatenanalyse zu unterbinden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

27Mär

Fachgespräch

Köpfchen statt Kupfer. Neue Anforderungen an das Verteilnetz

Inhalt

DARUM GEHT'S

Viel wird über die großen Höchstspannungsstromleitungen, ihren Bedarf und ihre Optimierungsmöglichkeiten diskutiert. Aber auch die Anforderungen an die regionalen Netze vor Ort, an das Verteilnetz, nehmen zu. Rund 95 Prozent der Erneuerbaren Energien-Anlagen sind dort angeschlossen. Auch die Sektorenkopplung, also die Nutzung von Strom im Verkehr und im Wärmesektor wird Großteils im Verteilnetz umgesetzt. Die Aufgaben und Verantwortungen der Verteilnetzbetreiber werden somit immer komplexer.

Wenn in Zukunft viele Menschen gleichzeitig ihr Elektroauto laden wollen oder viele dezentrale Solaranlagen in einem Straßenzug gleichzeitig ins Netz einspeisen, dann wird ein Ausbau des Verteilnetzes nötig. Damit dabei die Netzplanung im Verteilnetz nicht ausufert benötigen wir eine Herangehensweise, die unnötig starken Netzausbau verhindert und stattdessen in intelligente Netzsteuerung investiert. Bis heute ist das Verteilnetz häufig eine „Black-Box“ und unklar, wann genau wo Strom entnommen oder eingespeist wird. In der Zukunft gibt es viele intelligente, digitale Mess- Steuer- und Automatisierungsmöglichkeiten, die eine Reduzierung des Ausbaubedarfs ermöglichen.  

Daher möchten wir uns im Fachgespräch mit den Fragen auseinandersetzen wie der Bedarf im Verteilnetz intelligent berechnet werden kann und welche Flexibilitätspotenziale derzeit ungenutzt sind? Welche Anreize müssen wir setzen, damit Verteilnetzbetreiber in Intelligenz und nicht in Kupfer investieren? Und ist die Anreizregulierungsverordnung in ihrer jetzigen Ausführung geeignet, damit die Netzbetreiber in die benötigte Technik investieren können?

Ebenso möchten wir uns im Fachgespräch mit der Frage auseinandersetzen, wie sich „Aktive Kunden“ so verhalten, dass sie bei Spitzenlasten zum Beispiel durch eine intelligente Steuerung des Batteriespeichers ihrer Solaranlage oder gesteuertes Laden ihres Elektroautos zu einer Entlastung des Netzes beitragen.

Diese und weitere Themen möchten wir mit Expertinnen und Experten diskutieren. Dazu laden wir Sie herzlich ein!

Programm

Programm

13.30Anmeldung
14.00

Begrüßung

Dr. Ingrid Nestle MdB
Sprecherin für Energiewirtschaft
Bündnis 90/die Grünen Bundestagsfraktion

14.15

Spitzenglättung - Der sanfte Abschied von der Kupferplatte

Dr. Andreas Nolde
BET Energie

14.30

Reformbedarf bei Rechtsrahmen und Regulierung der Verteilnetzbetreiber

Prof. Dr. Thorsten Beckers
Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik
TU Berlin

14.45

Stromverteilnetze der Zukunft

Dr. Stephanie Ropenus
Agora Energiewende

15.00

Diskussion

15.30Pause
15.45

Kurze Praxisinputs und anschließend gemeinsames Podium mit Diskussion

Perspektive eines Verteilnetzbetreibers
Stromnetz Berlin (angefragt)

Praxisbeispiel Erneuerbares Verbundkraftwerk Uckermark
Dr. Tobias Bischof-Niemz
ENERTRAG

16.45

Fazit

Dr. Ingrid Nestle MdB

Anreise:

Mit der U- oder S-Bahn bis Haltestelle „Hauptbahnhof“ oder „Bundestag“ (U-Bahn 55) oder mit dem Bus 100 bis zur Haltestelle „Reichstag/Bundestag. Über den Eingang West (gegenüber dem Kanzleramt) gelangen Sie zum Veranstaltungsort. Um in das Paul-Löbe-Haus zu gelangen, benötigen Sie ein amtliches Personaldokument. Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist erforderlich.