24Apr

Fachgespräch

Ungarn nach der Wahl - Analyse und Ausblick

Inhalt

Die ungarischen Parlamentswahlen am 8. April stehen bisher nicht im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses in Deutschland. Zu Unrecht. Zwar begünstigt das Wahlrecht die Fidesz-Partei von Premier Viktor Orbán. Der Wahlkampf in Ungarn ist dennoch spannend und das Ergebnis gilt als nicht klar vorhersehbar.

Ministerpräsident Orbán hat im Wahlkampf in "bewährter" Manier auf die Abgrenzung gegenüber der Europäischen Union bzw. den Oppositions­kräften im Land gesetzt. Dabei hat er mit stark polarisierenden und fragwürdigen Plakaten und Gesetzesinitiativen zu punkten versucht. So hat er u.a. die EU als Bedrohung der ethnischen Homogenität Ungarns und Marionette des Milliardärs George Soros dargestellt. Gleichzeitig gibt es Teile der Opposition, die einen Pakt mit der z.T. gemäßigter auftretenden rechtsradikalen Partei Jobbik für den einzigen Weg halten, um den Wahlsieg Orbáns zu verhindern. Vor diesem Hintergrund werden sich nach den Wahlen wichtige Fragen stellen.

Mit unserem Fachgespräch wollen wir den Wahlkampf, das Wahlergebnis und seine Bedeutung für die künftige Richtung Ungarns näher beleuchten. Wir wollen dabei ein Augenmerk auf die rechtsstaatlichen Entwicklungen und die Lage der Zivilgesellschaft legen. Gemeinsam mit unseren Gästen wollen wir der Frage nachgehen, ob und wie sich die Mehrheitsverhältnisse in der ungarischen Gesellschaft verändert haben oder verändern können.

Programm

Programm

18.00Anmeldung
18.30

Begrüßung

Manuel Sarrazin
Sprecher für Osteuropapolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

18.35

Impulsvorträge mit anschließender Publikumsdiskussion  

Péter Kreko
Political Capital Institute

Sugárka Sielaff
Norddeutscher Rundfunk

Kai-Olaf Lang
Stiftung Wissenschaft und Politik

Dr. Péter Györkös
Botschafter von Ungarn in Deutschland

20.00Apéro mit Gelegenheit zum Austausch

Anreise

Mit der S-Bahn bis zur Haltestelle „Hauptbahnhof“ oder „Brandenburger Tor“ oder mit dem Bus 100 bis zur Haltestelle „Reichstag/Bundestag“ oder mit dem Bus TXL bis Haltestelle „Marschallbrücke“. Über den Eingang Dorotheenstr. 101 gelangen Sie zum Veranstaltungsort.