Bundestagsrede von Dr. Harald Terpe 02.06.2017

Cannabiskontrollgesetz

Dr. Harald Terpe (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):

Vielen Dank, Herr Präsident, dass ich eine Kurzintervention vortragen kann. – Ich wollte dem Kollegen Georg Kippels eigentlich dafür danken, dass er jetzt zumindest mündlich einmal einen Vorschlag gemacht hat, wie man unseren Entwurf eines Cannabiskontrollgesetzes modifizieren und vielleicht auch verbessern kann. Ich teile die Befürchtung gar nicht, dass in den Familien mit dieser Frage nicht verantwortungsvoll umgegangen wird. Ich denke, dass sich die Situation bei Cannabis in den Familien überhaupt nicht anders als bei Alkohol darstellt.

(Beifall bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)

Als Familienvater von sechs Kindern habe ich ausreichend Erfahrung sammeln können, was man in den Familien mit den Kindern verantwortungsvoll machen kann. Das ist niemals Gegenstand einer parlamentarischen Diskussion. Das ist sozusagen die Freiheit, die man in der Familie wahrnehmen kann. Aber natürlich müsste man ausschließen, dass Familienangehörige in eine Strafsituation kommen; da bin ich der gleichen Meinung. Darüber haben wir im Übrigen bei anderen Themen ebenfalls häufiger diskutiert.

Meine Schlussbemerkung ist: Ich habe eigentlich vermisst, dass sich die CDU/CSU konstruktiv mit unserem Entwurf eines Cannabiskontrollgesetzes auseinandersetzt. Schriftliches habe ich jedenfalls nie gesehen. Änderungsanträge sind auch nicht vorgelegt worden.

(Hans-Christian Ströbele [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Wo sind sie?)

– „Wo sind sie?“ – Insofern denke ich, das ist etwas, was man in der nächsten Legislaturperiode nachholen kann, wenn man gegenüber der Sache konstruktiv eingestellt ist.

(Beifall bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN und der LINKEN)

4403538