Berufliche Bildung

Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zum Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Berufliche Bildung modernisieren, Recht auf Ausbildung umsetzen

Die Berufliche Bildung braucht dringend einen modernen gesetzlichen Rahmen. Anstatt das Berufsbildungsgesetz aber in diesem Sinne zukunfts- und krisenfest zu gestalten, beschränkt sich die Bundesregierung auf wenig ambitionierte und teils sogar schädliche Änderungen. Die Mindestausbildungsvergütung ist zu niedrig und gilt nicht für alle Azubis. Mit dem Master und Bachelor Professional sollen neuen Abschlussbezeichnungen eingeführt werden, die eher für Verwirrung als für Gleichwertigkeit mit akademischen Abschlüssen sorgen. Und ein Recht aus Ausbildung fehlt im Gesetzentwurf ebenso wie die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Um die berufliche Bildung fit für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu machen, fordern wir in unserem Antrag „Berufliche Bildung modernisieren, Recht auf Ausbildung umsetzen“ eine echte Modernisierung des Berufsbildungssystems. Dazu gehören eine faire Mindestausbildungsvergütung, die zum Leben reicht, unverwechselbare Abschlussbezeichnungen, die den hohen Wert einer beruflichen Ausbildung widerspiegeln, und eine Ausbildungsgarantie, die allen Jugendlichen sichere Wege in die Arbeitswelt ebnet. Wir setzen uns dafür ein, dass auch junge Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen mehr Wunsch- und Wahlrechte in der beruflichen Bildung bekommen. Weil Inklusion keine Modeerscheinung, sondern ein Menschenrecht ist, muss sie auch in der beruflichen Bildung gesetzlich geregelt werden.

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