Enquete-Kommission Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt

Schlussbericht der Enquete-Kommission Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt

Enquete-Kommission Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt

Bereits zu Beginn der Enquete war unsere Fraktion nicht von der Notwendigkeit einer solchen Kommission überzeugt. Denn viele der Herausforderungen sind seit langem bekannt, es scheitert vor allem die Umsetzung von bereits bekannten Lösungen. Dieser Unwille bereits vorhandene Lösungen umzusetzen spiegelte sich auch in der Enquete-Arbeit nieder. Weder wurden neue Impulse gesetzt, noch bestand in den Fraktionen der Koalition ernsthaftes Interesse an interfraktionellem Austausch. Stattdessen bemühte sich der Vorsitz vor allem, Interessensvertreter von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite möglichst paritätisch einzubeziehen. Das „digital“ im Titel der Enquete Kommission spielte eine untergeordnete Rolle, die im Verlauf der Enquete immer weiter schrumpfte. Dementsprechend sind die Handlungsempfehlungen des Endberichts eher vage Empfehlungen für die Zukunft.
Die Liste unbeachteter Themen ist lang. Neue Formen der Mitbestimmung Auszubildender durch digitale Medien, ein internationaler Vergleich von Ausbildungssystemen im Zeitalter der Digitalisierung und insgesamt die Rolle von Berufsbildern in der digitalen Arbeitswelt spielten kaum eine Rolle. An einigen Stellen konnten wir als grüne Fraktion Akzente setzen. So haben wir auch in dieser Enquete, wie zuvor in der Enquete Kommission „Künstliche Intelligenz“, die Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgreich eingefordert. Darüber hinaus konnten wir auf spezifische Herausforderungen der Digitalisierung hinweisen, wie etwa, dass die meisten Anwendungen von männlichen Programmierern gebaut werden, vor allem in den Sozialberufen jedoch auf weibliche Anwenderinnen treffen.
Insgesamt konnte die Enquete Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ die gesteckten Ziele nicht adressieren geschweige denn Lösungen erarbeiten.

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