Gründungskultur fördern

25.09.2019

Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Energie zum Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Gründungskultur fördern – Damit jede gute Idee eine Chance hat

Investitionen in die vielen mutigen und kreativen Gründerinnen und Gründer bedeuten mehr Innovationen, neue Arbeitsplätze und legen die Basis für den Mittelstand der Zukunft. Hier werden neue Geschäftsmodelle entwickelt und die Basis für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand geschaffen.
Die Bundesregierung hat es leider erneut verpasst, beim Thema Gründungen neue und wichtige Impulse zu setzen. Laut dem aktuellen KfW-Gründungsmonitor 2019 hat sich die Zahl der Existenzgründungen in Deutschland kaum verändert. Eine Trendwende hin zu mehr Gründungsaktivitäten ist weiterhin nicht in Sicht. Mit unserem Antrag „Gründungskultur fördern – Damit jede gute Idee eine Chance hat“ wollen wir den Stillstand beenden und die Gründungskultur in Deutschland mit neuem Leben erfüllen.
Damit keine gute Idee an zu wenig Eigenkapital scheitert, wollen wir die Finanzierung und Förderung von Gründungen verbessern und z.B. ein zinsloses und unbürokratisches Gründungskapital in Höhe von bis zu 25.000 Euro einführen. Beratungsprogramme und Förderangebote sollen so ausgestaltet werden, dass sie der Vielfalt der Gründungen gerecht werden und sich auch gezielt an Frauen als Gründerinnen, an Social Entrepreneurs oder auch an Gründungen in der Green Economy richten. Für weniger Behördengänge sollen flächendeckend Anlaufstellen („One-Stop-Shops“) für Gründungsberatung und -förderung sorgen. Zudem wollen wir Gründerinnen und Gründer bei Bürokratie entlasten und die steuerlichen Rahmenbedingungen vereinfachen unter anderem durch attraktive Regeln bei Abschreibungen und Umsatzsteuer. Für eine bessere soziale Absicherung für Selbständige und somit auch für Gründerinnen und Gründer fordern wir z.B. die Beiträge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung für Selbständige erschwinglich und gerechter auszugestalten.

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