Jüdische Militärseelsorge

Erste Beratung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung

Gesetz über die jüdische Militärseelsorge

Soldat*innen der Bundeswehr werden seit 1957 durch evangelische und katholische Militärseelsorger*innen betreut. Ein Staatsvertrag, der im Dezember 2019 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Zentralrat der Juden in Deutschland geschlossen wurde, macht nun nach rund 100 Jahren erneut den Weg für jüdische Militärseelsorge frei. Wie andere militärische Seelsorger*innen, sollen zehn Militärrabbiner*innen Soldat*innen im Inland, aber auch bei Auslandseinsätzen begleiten können. Wir Grüne begrüßen, dass mit diesem Schritt der gewachsenen Vielfalt und weltanschaulichen Neutralität der Bundeswehr Rechnung getragen wird. Es ist ein positives Zeichen, dass jüdische Soldat*innen fortan die Möglichkeit haben werden, einen religiösen Ansprechpartner für ihre Sorgen bei Einsätzen im In- und Ausland aufzusuchen. Gleichzeitig fordern wir für die rund 3000 Menschen muslimischen Glaubens, die derzeit die größte nicht-christlichen Gruppe in der Bundeswehr bilden, ebenfalls schnellstmöglich Zugang zu religiöser Seelsorge zu gewährleisten.

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