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Managergehälter am langfristigen Unternehmenserfolg orientieren

Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

 

Auf soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit ausgerichtetes Wirtschaften macht Unternehmen wettbewerbsfähiger und steigert den Wohlstand für die ganze Gesellschaft. Deshalb fordern wir, die Vergütungen von Managern an den langfristigen Erfolg ihrer Unternehmen zu knüpfen und dabei auch ökologische und soziale Unternehmensziele zu berücksichtigen. Mit den freiwilligen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist es nicht gelungen, überhöhte Managerbezüge wirksam zu begrenzen und am langfristigen Erfolg des Unternehmens auszurichten. Fälle, in denen Vorstandmitglieder das Über-160fache des durchschnittlichen Lohns eines Facharbeiters erhalten, sorgen für soziale Spaltung. Zudem gehen solche Vergütungen zu Lasten der Allgemeinheit, weil sie das Steueraufkommen schmälern. Für mehr Gerechtigkeit fordern wir den Betriebsausgabenabzug für Jahresgehälter auf 500.000 Euro und für Abfindungen auf eine Million Euro zu deckeln. Das Verhältnis der Vorstandsgehälter zur gesamten Belegschaft soll zukünftig angemessen berücksichtigt werden. Wenn Erfolge weiterhin mit hohen Boni belohnt werden, Misserfolge aber auf die Allgemeinheit verlagert werden können, dann fördert dies kurzfristiges, risikoreiches Denken und Handeln in den Führungsetagen der Unternehmen. Um solche Fehlanreize zu beseitigen, sollen Erfolgsbeteiligungen immer auch durch Beteiligungen an Verlusten ergänzt werden, bis hin zur Rückzahlung.