Nachhaltige Mobilitätsforschung

Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zum Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD

Nachhaltige Mobilitätsforschung für die Zukunft – Innovativ, technologieoffen, ressortübergreifend

Acht Monate nachdem die Koalition unseren Antrag „Mobilitätsforschung neu denken – Experimentierräume für Stadt und Land schaffen“ abgelehnt hat, begrüßen wir, dass nun auch die Bundesregierung die Problematik der durch Verkehr verursachten schlechten Luft und Umweltbelastung erkannt hat. Allerdings geht sie die eigentlichen Probleme nicht an, denn die Koalition macht in ihrem Antrag „Nachhaltige Mobilitätsforschung für die Zukunft – Innovativ, technologieoffen, ressortübergreifend“ deutlich, dass vor allem für die Antriebswende, und nicht für die Mobilitätswende geforscht werden soll. Die wenigen vernünftigen Ansätze wie die BMBF-Forschungsagenda „Nachhaltige urbane Mobilität“ darf kein Geld kosten. Wir Grüne hingegen nehmen die Mobilitätsforschung ernst und möchten die Entwicklung von ganzheitlichen Mobilitätslösungen an fünf Vorreiter-Orten fördern und dafür jeweils bis zu 75 Millionen Euro in die Hand nehmen. Wir könnten in Deutschland schon viel weiter sein, wenn wir es schaffen würden, neue Ideen aus der Mobilitätsforschung zügig umzusetzen. Zum Beispiel würden eine intelligente Verkehrssteuerung und Parkraumbewirtschaftung helfen, den städtischen Pkw-Verkehr einerseits zu verringern und andererseits, wo notwendig, effizienter zu gestalten. Wenn wir eine umwelt- und klimagerechte Verkehrswende schaffen wollen, braucht es dazu vor Ort Veränderungen im großen Stil. So können wir die klimagerechte Verkehrswende einläuten und damit langfristig die Lebensqualität der Menschen in Deutschland verbessern.