Nationale Bioökonomiestrategie

Unterrichtung durch die Bundesregierung

Nationale Bioökonomiestrategie

Die Nationale Bioökonomiestrategie hat zum Ziel, den "Ressourcenverbrauch auf ein ökologisch verträgliches Maß" zu reduzieren, was bei der fortschreitende Zerstörung der Biosphäre ein drängendes Ziel ist, dem mit ambitionierten Maßnahmen begegnet werden muss. Ein Versprechen, das die Strategie der Bundesregierung nicht halten kann. Denn statt konkrete Maßnahmen für einen echten sozial-ökologischen Wandel vorzulegen,  bleibt die Strategie in der Praxis ohne Konsequenzen. Wichtig wären z.B. geeignete Rahmenbedingungen sowie mehr Regulierung, damit sich biobasierte Produkte gegen die fossile Konkurrenz durchsetzen können. Beispielsweise sollte die Bundesregierung in Kooperation mit den Ländern eine umfassende Holzbaustrategie mit entsprechender Finanzierung auflegen. Erforderlich wären dabei konkrete Schritte hin zum Abbau von umweltschädlichen Subventionen, wie etwa der Steuerfreiheit der stofflichen Nutzung von Erdöl.
Wenn wir ressourcenschonend das Klima, Böden und die Biodiversität retten wollen, können bioökonomische Innovationen nur ein Teil der Lösung sein. Hauptsächlich bedarf es einer sozial-ökologischen Wende. Die Kreislaufwirtschaft und ihre konsequente Umsetzung spielen dabei eine Schlüsselrolle. Das sollte mit umfassender interdisziplinärer Forschung einhergehen. Dabei muss nicht nur die Klimaforschung, sondern auch Forschung zu Ressourceneffizienz und nachhaltigem Konsum gestärkt und ausgebaut werden.