2./3. Beratung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung

Drittes Gesetz zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes

Die Lage der Natur in Deutschland ist dramatisch schlecht, Gerade auch Insekten, gerne als systemrelevant bezeichnet, brauchen unseren Schutz – das bestätigten unzählige Untersuchungen. Dieses Wissen um den Verlust unserer Lebensgrundlagen fordert von uns einen ambitionierten Maßnahmenkatalog ein, der eine echte Agrarwende einleitet ohne Gift und zu viel Gülle auf den Äckern. Wir brauchen Vielfalt auf dem Acker, statt immer weniger verschiedener Sorten und Arten. Wir wollen eine Landwirtschaft mit vielfältigen Fruchtfolgen und ohne Gentechnik. Dafür wollen wir insbesondere den ökologischen Landbau stärken, denn dieser schont die Natur und tut der biologischen Vielfalt gut. In ausgewiesenen Schutzgebieten, muss die Natur auch wirklich geschützt werden und Vorfahrt haben.
Doch leider ignoriert die Bundesregierung mit dem nun vorgelegten Gesetz die Dramatik des Insektensterbens. Der endlose Streit in der Koalition, bei dem sich am Ende immer die Agrarlobby durchsetzte, ließ vom angekündigten Insektenschutz kläglich wenig übrig. Teuer wird es nur für den Steuerzahler, da minimale Verbesserungen in Schutzgebieten nun mit viel Steuergeld erkauft werden sollen. Es ist eigentlich nur noch ein Lichtverschmutzungsgesetz übrig geblieben. Hinter dem, was für den Artenschutz eigentlich nötig wäre, aber selbst hinter den Ankündigungen und dem bereits beschlossenen Aktionsprogramm Insektenschutz der Bundesregierung bleibt der vorliegende Entwurf weit zurück.