2./3. Beratung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung

Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser

Die Kaufpreise für Wohneigentum sind in den letzten Jahren für viele unbezahlbar geworden, gerade auch wegen der viel zu hohen Maklerkosten. Wir wollen Familien beim Wohnungskauf entlasten, in dem der Auftraggeber, das ist in der Regel der Verkäufer, den Makler künftig auch bezahlen soll. Zusätzlich wollen wir die Maklergebühr deutlich senken. Leider ist die Bundesregierung vor der Maklerlobby eingeknickt und macht so das Wohneigentum für Familien teuer.
Wir fordern Entlastung mit einer transparenten Lösung: wer die Maklerin beauftragt, soll auch über den Preis verhandeln und die Gebühr selbst bezahlen. Wie bei Mietwohnungen. So könnten die Gebühren rasch auf etwa zwei Prozent sinken. Sicherheitshalber wollen wir die Gebühr deckeln. Dazu stellen wir unseren eigenen Gesetzentwurf Makler-Bestellerprinzip- und Preisdeckelgesetz zur Abstimmung.
Für viele Familien bleibt die eigene Wohnung unerreichbar. Die Maklerkosten sind mit meist 7,14 Prozent des Kaufpreises vollkommen überzogen. In der Regel zahlt sie die Käuferin ganz oder zur Hälfte. Bei einer Eigentumswohnung für eine Familie mit zwei Kindern kostet der Makler (bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro) 28.500 Euro oder 14.250 Euro bei hälftiger Teilung. Der Wettbewerb fehlt, die Höhe der Makler-Gebühr wird intransparent von den Maklerverbänden gesetzt.
Die schwarz-rote Koalition stellt sich dennoch hinter die Immobilienmakler – zur erheblichen Belastung kaufwilliger Familien. Trotz eines eklatanten Mangels an Argumenten wird sie die Maklergebühr lediglich zwischen Käufer und Verkäufer aufteilen, egal wer den Auftrag erteilt und egal wie hoch die Gebühr. Diese Regel bringt vielerorts gar keine Entlastung und keinen Wettbewerb. Damit verweigert die Regierung eine einfache Möglichkeit zur Entlastung in der Wohnungskrise zu Gunsten der Maklerlobby.