Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Das Menschenrecht auf Wasser konsequent umsetzen: Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung als wichtige Säule in der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen

Mangelhafte Wasserversorgung und fehlende Sanitär- und Hygieneausstattung zählen zu den weltweit größten Gesundheitsrisiken und begünstigen auch die Ausbreitung von Pandemien. Die Bundesregierung muss ihr entwicklungspolitisches Engagement in den Bereichen Wasserversorgung, Sanitäreinrichtungen und Hygiene (WaSH) deutlich ausbauen.
Wasser ist ein Menschenrecht und Teil staatlicher Daseinsfürsorge. Wir fordern, vor allem die unterversorgten Bevölkerungsgruppen in Stadt und Land in den Fokus zu nehmen. Dabei muss die Armutsorientierung und die Geschlechtergerechtigkeit eine entscheidende Rolle spielen. Insbesondere Frauen und Mädchen sind besonders von mangelndem Zugang betroffen, gehen zum Beispiel Wasser holen statt zur Schule.
Wasser birgt zudem durch eine starke Übernutzung und ungerechte Verteilung ein hohes Konfliktpotential, welches durch angepasstes Wassermanagement vermindert werden kann. Wir fordern daher eine kohärente Strategie der Bundesregierung für nachhaltiges Wassermanagement, mehr Engagement gegen den Klimawandel und einen verstärkten Einsatz für internationale Wasserdiplomatie.