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PetitionsausschussArbeitszeit der BundesbeamtInnen

Bundeadler im Plenarsaal des Reichstages
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages befasst sich mit Schreiben, in denen Bitten und Beschwerden geäußert werden.

In einer öffentlichen Ausschusssitzung beschäftigte sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages am 05. November 2018 mit den Arbeitszeiten der Bundesbeamtinnen und –beamten.

Versprochen, gebrochen?

Die Wochenarbeitszeit der verbeamteten in Vollzeit Beschäftigten des Bundes beträgt in der Regel weiter 41 Stunden. 2006, als die längere Arbeitszeit eingeführt wurde, hatte die Bundesregierung versprochen, sie  wieder zu reduzieren, wenn der Haushalt konsolidiert sei. Seit nunmehr vier Jahren schreibt der Bundeshaushalt inzwischen eine schwarze Null.

41 Stunden seien bei vielen Behörden aufgrund des Anforderungsprofils der jeweiligen Tätigkeit eine große Belastung, betonte Claudia Maurus, die die Petition im Ausschuss vorstellte. Seit 33 Jahren arbeitet sie bei der Bundesanstalt für Arbeit, seit 20 Jahren ist sie dort verbeamtet. 41 Stunden - das gehe auf Dauer auf die Gesundheit.

Arbeitsdauer beeinflusst Wohlbefinden

Das findet auch Beate Müller-Gemmeke, Berichterstatterin der Petition und Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte. Sie wies zudem darauf hin, dass eine wöchentliche Arbeitszeit von 41 Stunden auch im europäischen Vergleich absolut unüblich sei. Corinna Rüffer, grüne Obfrau im Petitionsausschuss, verwies außerdem auf Untersuchungsergebnisse, die eindeutig belegten, dass lange Arbeitszeiten oft zu gesundheitlichen Belastungen führten.

Das stelle auch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fest. Sie fand heraus, dass verschiedene gesundheitliche Beschwerden, etwa Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder psychische Beeinträchtigungen, mit der Arbeitsdauer zusammenhängen. Untersuchungen belegen außerdem, dass die Beschwerdehäufigkeit mit zunehmender wöchentlicher Arbeitszeit ansteigt.

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