Ich gratuliere Bodo Ramelow sehr herzlich. Ich bin froh, dass er sich in seinen ersten Worten noch einmal bei den Opfern der SED und der Staatssicherheit entschuldigt hat. Ein westdeutscher Gewerkschafter, der in Ostdeutschland Ministerpräsident wird – das ist auch ein Ergebnis der friedlichen Revolution.

Ein weiteres Ergebnis dieses Tages ist, dass Bündnis 90/Die Grünen an nunmehr acht Landesregierungen beteiligt sind. Das sind mehr als bei CDU und CSU. Dies ist ein guter Tag für Bündnis 90/Die Grünen.

Das Ganze ermöglicht einen Wechsel in Thüringen. Es ist aber kein Modell für den Bund. Mit der Linkspartei haben wir unüberbrückbare Widerstände, unüberbrückbare Hürden in der Finanzpolitik, in der Europapolitik und der Außenpolitik. Und deswegen bietet diese Wahl eine Möglichkeit für Thüringen, eine andere Politik zu machen. Für den Bund ist dies keine Möglichkeit.

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