Katrin Göring-Eckardt zum Klimaschutz

Im Folgenden finden Sie Auszüge aus der Mitschrift des Statements von Katrin Göring-Eckardt zu den Themen Unwetter/Klimakrise sowie zum Fachkräftemangel:

Unwetter/Klimakrise

Auf den Hurrikan Harvey muss jetzt eigentlich der Sturm der Entrüstung folgen. Ich fordere Herrn Trump auf zurückzukehren auf die gute Seite der Geschichte, zurückzukehren zum Klimaabkommen von Paris. Dem Klima steht das Wasser ganz real bis zum Hals. Wir müssen jetzt handeln!

Deswegen erwarte ich auch von Frau Merkel, dass sie das Klimaabkommen von Paris endlich umsetzt. Die Achillesferse bei der Bekämpfung der Klimakrise ist das Aussitzen von Frau Merkel. Und wenn wir jetzt nicht endlich handeln, dann werden wir nicht nur über die nächsten vier Jahre, sondern weit länger mit den Folgen dieser Politik zu tun haben.

Wir müssen hier in Deutschland vorangehen: mit dem Ausstieg aus der Kohle, mit einem echten Klimaschutzgesetz, mit einer anderen Landwirtschaft.

Wenn wir jetzt nicht handeln, wird es so weitergehen. Wenn wir uns die Bilanz von Frau Merkel und ihrer Regierungszeit anschauen, kann man eines ganz einfach sagen: Es gibt einen klaren Indikator dafür, wie es mit dem Klimaschutz vorangeht, das ist der Anteil des CO2 in der Luft. Bilanz der letzten zwei Jahre der Regierung Merkel: Dieser Anteil ist gestiegen. Das muss sich ändern, dafür treten wir an und dafür sagen wir ganz klar: Es braucht jetzt eine echte Richtungsänderung.

Fachkräftemangel

Drei Dinge müssen gegen den Fachkräftemangel getan werden: Erstens müssen wir dafür sorgen, dass die Potenziale, die wir haben, genutzt werden können. Dazu gehört Weiterbildung, dazu gehört Qualifizierung, dazu gehört auch eine flexible Arbeitszeit, sodass insbesondere Frauen auch bereit sind, aus der Teilzeit heraus in die Vollzeit zu gehen und trotzdem Familie und Beruf miteinander verbinden können.

Zweitens brauchen wir ein Einwanderungsgesetz. Wir wissen seit Langem von dem Fachkräftemangel, den wir haben. Wenn wir jetzt nicht endlich aufhören mit dem Wirrwarr der Einwanderungsmöglichkeiten nach Deutschland, gerade da, wo es um Fachkräfte geht – beispielsweise in der Pflege oder im Handwerk – werden wir den Fachkräftemangel forttragen.

Ein dritter Punkt: Ja, Geflüchtete, die hier in Deutschland ankommen, sollen so schnell wie möglich in Arbeit und Ausbildung kommen können und sollen natürlich gleichzeitig Deutsch lernen können. Das dauert viel zu lange und wir verschenken auch da Potenziale.

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