Das Massenaussterben ist eins der beiden großen weltweiten Umweltprobleme. Neben der Klimakrise ist es das zweitgrößte Umweltproblem. Diese Aussterbekatastophe findet nicht nur in den tropischen Regenwäldern, nicht nur in den Korallenriffen unserer Welt statt, sondern die Aussterbekatastrophe findet auch bei uns vor Ort statt. Die findet in unseren Wäldern statt, in unseren Feldern.

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass viele viele Arten in Deutschland vom Aussterben bedroht sind und es sind nicht mehr nur sehr sehr seltene Arten, wie zum Beispiel das Blaukehlchen, sondern inzwischen auch Allerweltsarten vom Aussterben bedroht. Die Hauptursachen dafür sind die Umwandelungen von natürlichen Lebensräumen in zum Teil industrielle Landwirtschaft, es ist die Forstwirtschaft, wenn sie Wälder in Holzplantagen verwandelt. Es ist die Zerschneidung durch Verkehrswege, der Verkehrswegebau, es ist die Zerstörung unserer Flüsse durch entsprechende Ausbaumaßnahmen.

Artenschutz ist nicht nur eine Aufgabe für die tropischen Länder, sondern Artenschutz ist auch eine Aufgabe für hier bei uns vor Ort. Die Bundesregierung ist aufgefordert, nicht nur schöne Aktionspläne zu schreiben, sondern endlich dafür zu sorgen, dass auch gehandelt wird. Das bedeutet: Wir brauchen eine andere Landwirtschaft, eine ander Forstwirtschaft und wir brauchen einen sparsameren Umgang mit Grund und Boden und wir brauchen einen deutlich geringeren Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern.

4395463