Pressemitteilung vom 10.09.2021

20 Jahre nach 9/11 – Gedenken und Lehren für den Kampf gegen den internationalen Terrorismus

Zum 20. Jahrestag der Terroranschläge am 11. September 2001 in New York und Washington, D.C. erklären die Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter:

 

Am 20. Jahrestag der Terroranschläge in New York und Washington, D.C. gedenken wir der tausenden Opfer des Anschlags und ihrer Hinterbliebenen. Der furchtbare Anschlag auf die USA am 11. September 2001 hat unsere Welt abrupt verändert und gezeigt, wie verwundbar die freiheitlichen Demokratien sind und wie hoch der Preis des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus war und ist.

Unsere Gedanken sind heute auch bei all jenen, die in Afghanistan ihr Leben gelassen haben, Zivilisten, Soldatinnen und Soldaten, so wie zuletzt beim jüngsten Anschlag vom 26. August 2021 in Kabul. Wir sind den deutschen Soldatinnen und Soldaten sowie allen zivilen Hilfskräften zu tiefem Dank verpflichtet. Sie haben in den vergangenen Jahren und besonders in den letzten Wochen Enormes geleistet. Die jetzige Situation in Afghanistan ist eine menschliche, humanitäre, aber auch politische Katastrophe mit Ansage. Die Bundesregierung hat es versäumt, die Ortskräfte, die die Arbeit von Bundeswehr und Hilfskräften jahrelang unterstützt haben, rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Das Mindeste, das wir derzeit tun können ist, dass Deutschland der Schutzverantwortung für besonders bedrohte Afghaninnen und Afghanen nach dem Ende der Resolute Support Mission (RSM) nachkommt. Die Bundesregierung steht im Wort, besonders denen zu helfen, die uns über viele Jahre geholfen haben.

Die Gefahr durch islamistischen Terrorismus ist weiterhin sehr konkret. Wir dürfen nicht nachlassen, religiösen Extremismus konsequent zurückzudrängen ohne dabei unsere rechtsstaatlichen Freiheitsrechte aufzugeben. Wir müssen die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden in Europa und zwischen Bund und Ländern verbessern. Auch brauchen wir endlich einen massiven Ausbau der Präventionsangebote in Deutschland. Islamistisch motivierte Gewalt und die menschenverachtende Ideologie dahinter haben keinen Platz in unserer Gesellschaft. Es gilt, mit allen Mitteln des Rechtsstaats unsere demokratischen Werte und unsere offene Gesellschaft zu verteidigen.