Pressemitteilung 29.11.2013

Welt-Aids-Tag: Globalen Fonds aufstocken

Zum Welt-Aids-Tag 2013 erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

Noch immer leben weltweit mehr als 35 Millionen Menschen mit Aids, 78 000 davon in Deutschland. Der Welt-Aids-Tag mahnt uns, trotz einiger Erfolge in der Prävention, Forschung und Therapie, unsere Anstrengungen zu verstärken – und er mahnt zu Solidarität mit HIV-positiven Menschen weltweit.

Die Chancen auf Therapie und damit auf Eindämmung der Krankheit sind extrem ungleich verteilt. Weil die Kosten zu hoch sind, können Millionen von Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern noch immer nicht angemessen behandelt werden. Auch Deutschland kann und sollte mehr dazu beitragen, den Zugang zu bezahlbarer Behandlung zu vereinfachen.

Wenn die nächste Finanzierungskonferenz des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria am 2. und 3. Dezember in Washington zusammenkommt, sollte Deutschland für die EU mit gutem Beispiel vorangehen und den eigenen Beitrag deutlich aufstocken.

Gleichzeitig ist die Bundesregierung gefordert, sich weltweit offensiver gegen Homophobie und Diskriminierung HIV-Infizierter einzusetzen. Die homophobe Politik gerade in Ländern mit hohen Infektionsraten wie Russland und großen Teilen Afrikas verstößt nicht nur gegen Menschenrechte, sondern torpediert auch eine erfolgreiche Präventionsarbeit.


Die Fraktionspressestelle auf Twitter: twitter.com/GruenSprecher

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