Pressemitteilung 08.11.2013

Gedenktag 9. November: Zentraler Orientierungspunkt für die Bundesrepublik

Anlässlich des 9. November erklären die Fraktionsvorsitzenden
Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter:

Der 9. November ist von zentraler Bedeutung für unsere Vergangenheit und Zukunft. An keinem anderen Gedenktag liegen Schuld und Verantwortung, Freude und Zukunftshoffnung so nah beieinander.

Wir erinnern uns an die vor 75 Jahren eingeleiteten Pogrome der Nationalsozialisten gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger und dem darauf folgenden Massenmord an Juden, Roma und Sinti, Homosexuellen und Behinderten. Aus diesem Verbrechen erwächst Verantwortung für heute. Wir brauchen die Zivilcourage aller und ein klares gesetzliches Handeln gegen immer noch vorhandenen Antisemitismus, gegen Fremdenfeindlichkeit und Hass auf vermeintlich Schwächere.

Wir erinnern uns auch an die Ereignisse des 9. November 1989. An den Fall der Mauer und eine friedliche Revolution, die ganz ohne Blutvergießen stattfand und ein Land mit neuer Hoffnung füllte. Es waren die Bürgerinnen und Bürger der DDR, die gewaltfrei ein System der Kontrolle und Unterdrückung beendeten und die Chance ergriffen auf einen demokratischen Neuanfang. Eine Hoffnung die 1918 ebenfalls an einem 9. November schon einmal bestand - beim Ausrufen der ersten deutschen Republik durch Philip Scheidemann. 

Diese Wegmarken sind zentrale Orientierungspunkte unserer Bundesrepublik - an ihnen kann niemand vorbei. Der NS-Faschismus und die DDR-Diktatur liegen hinter uns, vor uns liegt die ständige Verantwortung für Freiheit, Toleranz und Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft. 

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: twitter.com/GruenSprecher

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