Pressemitteilung 10.04.2014

Auch ohne die AKW Grafenrheinfeld und Fessenheim bleiben die Lichter an

Anlässlich der Abschaltung des AKW Grafenrheinfeld und eines möglichen Strombezugs aus dem französischen Pannenmeiler Fessenheim, erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Auch mit der Abschaltung des AKW Grafenrheinfeld droht kein Blackout. Die Bundesnetzagentur hat bereits mehrere Angebote für die Stromversorgung Süddeutschlands im Winter 2015/2016 vorliegen. Die Stromversorgung ist gesichert. Eine zusätzliche Versorgung mit Atomstrom aus Fessenheim ist unnötig. Es ist technologisch weder sinnvoll noch üblich, Atomkraftwerke als Winterreserve zu nutzen, da sie viel zu unflexibel sind. Wir kämpfen weiter dafür, dass der gefährliche Uralt-Meiler Fessenheim schon vor Ende 2016 abgeschaltet wird, um die Sicherheit der deutschen und der französischen Bevölkerung zu gewährleisten.

Der deutsche Atomausstieg ist richtig und nicht daran gekoppelt, ob in Frankreich weiterhin Atomstrom produziert wird. Relevant für die künftige Versorgungssicherheit in Deutschland ist die richtige Ausrichtung der Energiewende. Die schwarz-rote Bundesregierung muss diesen Prozess unterstützen und nicht an allen Ecken und Enden blockieren und ausbremsen. Dann wird auch der Atomausstieg nicht gefährdet.

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