Pressemitteilung 09.04.2014

Bundesregierung bei Energieeffizienz und Wärmeversorgung viel zu passiv

Zur gestern vorgelegten Stellungnahme der Expertenkommission zum zweiten Energiewende-Monitoring-Bericht der Bundesregierung erklärt Dr. Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik:

Die unabhängige Expertenkommission zum Monitoring-Prozess der Energiewende stellt der Bundesregierung ein miserables Zeugnis aus. Besonders in Sachen Energieeffizienz und Energiewende im Wärmesektor passiert viel zu wenig. Nach dem Urteil der Wissenschaftler bleibt die Entwicklung der Energieeffizienz weit hinter den notwendigen Steigerungsraten zurück. Noch deutlicher werden die Experten bei ihrem Blick auf den Gebäudesektor. Hier seien die Effizienzpotenziale „noch bei weitem nicht erschöpft“ und schnelles Handeln erforderlich. Denn die oberste Priorität für das Gelingen der Energiewende liege genau hier, im Gebäudebereich.

Mit ihrer Bewertung legen die Wissenschaftler den Finger genau in die Wunde. Während es in der öffentlichen Debatte ausschließlich um den Umbau der Stromversorgung geht, werden Effizienz und Wärme ausgeblendet. Wir müssen den Fokus endlich auf Energieeffizienz und nachhaltige Wärmeerzeugung legen, wenn wir beim Klimaschutz tatsächlich vorankommen und unabhängiger von fossilen Energien werden wollen. Hier passiert bisher viel zu wenig, um den Energieverbrauch zu reduzieren und fossile durch Erneuerbare Energien zu ersetzen.

Wir fordern deshalb einen Energiesparfond. Damit wollen wir u.a. die Gebäudesanierung beschleunigen und gezielt die energetische Sanierung von Wohnquartieren vorantreiben. Auch die Anschaffung von energieeffizienten Haushaltsgeräten mit niedrigem Verbrauch soll damit unterstützt werden. Diese Maßnahmen helfen insbesondere einkommensschwachen Haushalten, ihre Ausgaben für Energie zu verringern.

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