Pressemitteilung 08.04.2014

DGB-Index Gute Arbeit: Arbeitsintensität zu hoch, Arbeitszufriedenheit zu niedrig

Die Qualität der Arbeit in Deutschland ist nicht gut. Das zeigt der DGB-Index Gute Arbeit in diesem Jahr erneut auf. Am schlechtesten bewerten die Beschäftigten ihre Einkommenssituation und die Arbeitsintensität. Dazu erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte:

Der DGB-Index Gute Arbeit wirft erneut einen ernüchternden Blick auf die deutschen Arbeitsverhältnisse. Erfreulich ist, dass die meisten Beschäftigten den Sinn ihrer Arbeit positiv beurteilen. Gut die Hälfte aller Beschäftigten ist auch zufrieden mit der Betriebskultur am Arbeitsplatz. Besorgniserregend hingegen ist die gestiegene Arbeitsintensität. Und immerhin fast ein Fünftel aller Beschäftigten arbeitet häufig außerhalb der Arbeitszeit zum Nulltarif. Das kann und darf nicht sein. Hier  gibt es dringenden Handlungsbedarf, den die Bundesregierung nicht ignorieren darf.

Denn verlängerte unentgeltliche Arbeitszeiten und gesteigerte Arbeitsintensität führen zu immer mehr Stress am Arbeitsplatz. Weil die gesetzlichen Rahmenbedingungen beim Arbeitsschutz nicht ausreichen, brauchen wir dringend eine Anti-Stressverordnung, um die Beschäftigten besser vor psychischen Belastungen am Arbeitsplatz zu schützen. Mit einer solchen Verordnung könnte die große Koalition endlich eine erste Weiche für Gute Arbeit in Deutschland stellen.

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