Pressemitteilung 28.04.2014

Diskussion um Atommüll-Verbleib jetzt vorantreiben

Zum Abschlussbericht der Expertengruppe der Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktorbetriebe (AVR) erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Der Bericht der vier externen Experten zu Entstehung, Betrieb und Störfällen des AVR bringt endlich Licht in die dunklen Kapitel der Versuchsreaktorgeschichte.

Die Kette aus Primärkreiskontamination, dem Dampferzeugerstörfall aus dem Jahr 1978, erhöhten Temperaturen im Primärkreis und zahlreichen weiteren gravierenden Sicherheitsmängeln macht erneut deutlich, dass Atomkraft nicht beherrschbar ist. Es ist Unverantwortlich, dass nach den Störfällen sicherheitstechnische Analysen und Ursachenforschung teilweise nicht oder nur mangelhaft erfolgt sind.

Jetzt geht es darum, eine Lösung für den Verbleib der 152 Castor-Behälter mit den hoch radioaktiven Brennelementekugeln aus dem AVR zu finden. Dazu muss eine transparente Diskussion der Jülicher Atommüllproblematik gestartet werden. Die Forderung eine Begleitgruppe nach Vorbild der Atomforschungsanlage Geesthacht einzurichten, wie sie auch vom AVR-Experten Dr. Rainer Moormann geäußert wird, ist richtig. Am Ende muss eine verantwortbare Lösung stehen. Ein Transport der Brennelementekugeln in die USA kann das sicher nicht sein.

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