Pressemitteilung 02.04.2014

Energieverbrauch nicht nur bei Kühlschränken senken

Zum Vorschlag von Bundesumweltministerin Hendricks, energieeffiziente Kühlschränke für einkommensschwache Haushalte zu bezuschussen, erklärt Dr. Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik:

Hohe Stromkosten wegen ineffizienter Geräte werden für viele Haushalte mit geringen Einkommen zum Problem. Gerade veraltete Kühlschränke sind echte Stromfresser. Hendricks‘ Vorschlag geht zwar in die richtige Richtung. Er reicht aber bei Weitem nicht aus, um die großen Energieeinsparpotenziale in privaten Haushalten zu heben.

Mehr Energieberatungsangebote und eine verbraucherfreundlichere Kennzeichnung für Elektrogeräte sind notwendig, um alle Einsparpotenziale zu identifizieren und zu nutzen. Deswegen sollte man sich nicht nur für einen sehr effizienten Kühlschrank entscheiden, sondern auch für einen, der nicht größer ist als benötigt. Nur auf die Kennzeichnung A+++ zu achten, genügt nicht, wenn man wirklich Strom sparen will. Denn das ist ein relativer Indikator im Vergleich zum Kühlschrankvolumen. Auch der absolute Verbrauch der Neugeräte muss berücksichtigt werden.

Das zentrale Problem für private Haushalte sind allerdings die seit Jahren steigenden Heizkosten. Wir brauchen endlich einen Durchbruch bei energiesparenden und auf erneuerbaren Energien basierenden Heizkonzepten. Wir wollen deshalb einen Energiesparfonds in Höhe von drei Milliarden Euro auflegen, mit dem wir unter anderem die energetische Sanierung von Wohnquartieren gezielt vorantreiben, ein Klimawohngeld finanzieren und die Anschaffung von energieeffizienten Haushaltsgeräten mit niedrigem Verbrauch unterstützen.

 

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