Pressemitteilung 01.04.2014

PISA-Auswertung: Mittelmaß ist nicht genug

Anlässlich der Sonderauswertung der PISA-Studie zur Lösung von Alltagsproblemen erklärt Özcan Mutlu, Sprecher für Bildungspolitik:

Die Sonderauswertung lässt keine Freude aufkommen. Deutsche Schülerinnen und Schüler schneiden mittelmäßig ab und sind nur leicht über dem OECD-Durchschnitt. 19,2 Prozent erreichen nicht einmal die unterste Stufe (waren also bestenfalls in der Lage einfachste Probleme zu lösen). Damit liegen die Leistungen unter den Erwartungen. Die OECD stellt erneut fest, dass der ungleiche Zugang zu guter Bildung dabei eine Rolle spielt.

Wie viele Studien braucht es noch, bis die Regierung in Kooperation mit den Bundesländern endlich Chancengerechtigkeit in der Bildung herstellt?

Wir brauchen Bildung im Ganztag, damit echte Teilhabe und Inklusion gelingt. Auch ist Bildung mehr als reines Schulwissen. Bildungsgerechtigkeit ist für die große Koalition leider kein Thema. Eine „Bildungsrepublik“ sieht anders aus. Das Kooperationsverbot muss aufgehoben werden, damit die Länder die Möglichkeit haben, in Kooperation mit dem Bund in Ganztagsschulen, Schulsozialarbeit und Inklusion zu investieren.

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