Pressemitteilung 09.04.2014

Rente mit 63 verschärft Fachkräftemangel im Mittelstand

Anlässlich der Veröffentlichung der Studie „Personaltrends im deutschen Mittelstand 2014“ und den Worten Angela Merkels in der heutigen Haushaltsdebatte erklärt Dieter Janecek, Sprecher für Wirtschaftspolitik:

Die abschlagsfreie Rente mit 63 verschärft den Fachkräftemangel, gleichzeitig erklärt Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Politik der schwarz-roten Koalition sichere heute die Fachkräftebasis von morgen. Hier passen Anspruch und Wirklichkeit nicht zusammen.

Die heute von der Baumann AG vorgelegte Studie „Personaltrends im deutschen Mittelstand 2014“ belegt, vor welchen Herausforderungen der Mittelstand steht: Durch die Rente mit 63 muss jedes fünfte Unternehmen erwarten, dass zehn Prozent der Belegschaft früher als bislang erwartet in den Ruhestand gehen. Schon heute müssen Auftragsanfragen aufgrund fehlender Fachkräfte abgelehnt werden. Die Rentenpolitik der Bundesregierung verschlimmert dieses Problem zusätzlich.

Zukünftig zeichnet sich der größte Fach- und Führungskräftemangel in der IT-Branche ab. Zur Behebung dieses Problems hat die Bundesregierung keine Ideen, wie die bisherigen schwammigen Anträge der Koalitionäre im Plenum zeigen. Sollte das geplante Konzept  zur Digitalen Agenda 2014-2017 genauso blumig ausfallen, dann werden sich Personalengpass sowie Qualifizierungsdefizite für Startups sowie IKT-Unternehmen insgesamt weiter verschärfen. Den vom Internetminister Dobrindt großspurig angekündigte Aufstieg in die „Digitale Champions League“ wird Deutschland so klar verfehlen.

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