Pressemitteilung 01.08.2014

Ebola-Epidemie: Bundesregierung muss WHO-Notfallplan umfassend unterstützen

Zur fortschreitenden Ebola-Epidemie in Westafrika erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

Wäre Ebola in Paris, London oder Berlin ausgebrochen, gäbe es längst einen umfassenden Notfallplan mit ausreichender Finanzierung und Fachpersonal. Die internationale Staatengemeinschaft erhöht ihre Unterstützung für Westafrika zu zögerlich. Damit droht die Situation weiter zu eskalieren. Wir brauchen jetzt ein entschlossenes Vorgehen der Bundesregierung zusammen mit der internationalen Staatengemeinschaft, die den neuen Notfallplan der WHO mit Experten und angemessenen Finanzierungshilfen auf den Weg zu bringen.

Es zeigt sich einmal mehr, dass das Thema internationale Gesundheitspolitik keinen angemessenen Stellenwert innerhalb der Bundesregierung hat. Internationale Gesundheitspolitik muss wieder stärker in den Fokus rücken. Dabei gilt es vor allem die strukturellen Probleme anzugehen wie etwa den Aufbau von Gesundheitssystemen in Entwicklungsländern zu fördern, um in Krisensituationen schneller und effektiver reagieren zu können. Ein weiteres Zögern dürfen wir uns nicht erlauben

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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