Pressemitteilung 13.08.2014

Frieden schaffen statt Mauern bauen

Anlässlich des 53. Jahrestages des Mauerbaus erklären die Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter:

Der Mauerbau vor 53 Jahren war ein großes Unrecht für Bürgerinnen und Bürger: Familien wurden getrennt, Menschen in einem Land eingesperrt. Wer versuchte, aus der DDR zu fliehen, musste hohe Risiken auf sich nehmen. Viele Menschen haben ihren Freiheitswillen mit dem Tod bezahlt. Andere wiederum wurden für ihre Fluchtversuche mit jahrelanger Haft bestraft. Heute gedenken wir aller Opfer.

28 Jahre dauerte es, bis es den DDR-Bürgerinnen und Bürgern gelang, die Mauer niederzureißen und ihre Freiheit und Freizügigkeit zurückzugewinnen. Eine urdemokratische Bewegung vermochte es, eine diktatorische Mauer einzureißen. Welch ein Erfolg für die Freiheit.

Doch auch heute noch werden in vielen Teilen der Welt Mauern gebaut. Ob in Israel, in den USA, in Korea, Irland oder an den europäischen Außengrenzen. Sie alle zeigen: Mauern lösen keine Probleme, sie schaffen nur neue. Sie trennen Familien und Städte, fordern einen hohen Blutzoll, verlängern Leiden und verhindern wirklichen Frieden – auf allen Seiten. Mauern sind letztlich immer nur Ausdruck von Hilflosigkeit und Stein gewordenes Zeugnis des Versagens von Politik.

Die lebendige Erinnerung an die Opfer der Mauer und an die friedliche Überwindung dieser Mauer und das unbedingte Eintreten für die Freiheit sind Vermächtnis und Aufgabe.  Es ist unsere Verantwortung heute, statt neue Mauern zu bauen, uns für Frieden, Freiheit und Menschenwürde einzusetzen.


Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4392622