Pressemitteilung 11.08.2014

Jugend ohne Ausbildungsgarantie – Bundesregierung muss handeln

Zum morgigen Internationalen Tag der Jugend erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Jugendpolitik und Ausbildung:

Die Große Koalition schafft bei der Ausbildung von Jugendlichen nur mickrige Ergebnisse: Mehr als eine Viertel Million Jugendliche in Deutschland warten heute, ein oder mehrere Jahre nach Schulabschluss, noch immer auf einen Ausbildungsvertrag. Hinzu kommen die Schulabgänger und Schulabgängerinnen dieses Sommers. Obwohl in verschiedenen Regionen Ausbildungsbetriebe händeringend nach Nachwuchs suchen, landen viel zu viele Jugendliche im deutschen Übergangssystem zwischen Schule und Beruf – oft ohne verlässliche Anschlussperspektive. Ein Armutszeugnis für Deutschland.

So drastisch diese Fakten erscheinen mögen, für die schwarz-rote Bundesregierung ist dies offensichtlich kein Grund zum Handeln: Der Abschluss der Allianz für Aus- und Weiterbildung ist nach wie vor nicht in Sicht. Großspurig wurde im Koalitionsvertrag noch zugesichert, Jugendliche sollten „keine wertvolle Lebenszeit in Warteschleifen verlieren“. Die Antwort auf unsere Anfrage macht jedoch deutlich, dass Jugendliche in Deutschland vorerst nicht mit einer schnellen Umsetzung einer Ausbildungsgarantie in Deutschland rechnen dürfen. Ein Ende dieses Zustands ist nach Auskunft der Bundesregierung erst zum Jahresende 2014 in Sicht.

Wir sind es unserer Jugend schuldig: Das derzeitige Angebot im „Übergangssektor“ muss dringend von einem unkoordinierten und oft rein verwahrenden Maßnahmendschungel zu einem offenen und zielführenden Eingang in die berufliche Ausbildung umgebaut werden.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

 

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