Pressemitteilung 18.08.2014

Welttag der Humanitären Hilfe: Mehr deutsche Verantwortung für den Schutz der Opfer

Zum morgigen Welttag der Humanitären Hilfe erklärt Tom Koenigs, Sprecher für Menschenrechtspolitik:

Der Welttag der Humanitären Hilfe erinnert uns daran, dass die Kriege im Irak, in Gaza und in der Ukraine immer zugleich humanitäre Katastrophen sind. So unübersichtlich die Konflikte und ihre Hintergründe sein mögen, so klar ist, wer die Opfer sind: Zivilpersonen, Frauen, Kinder, alte Menschen, die nicht an den Kämpfen beteiligt sind.

Mehr deutsche Verantwortung in der Welt bedeutet deshalb vor allem: Mehr Verantwortung für die Versorgung und den Schutz von Opfern humanitärer Krisen. Die Opfer bewaffneter Konflikte oder von Naturkatastrohen mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen, bleibt unsere wichtigste Verpflichtung.

Der Welttag der Humanitären Hilfe sollte uns daran erinnern, von den Zielen her zu argumentieren, anstatt die Mittel in den Vordergrund zu schieben. Hilfe muss wirksam sein, sie muss bei den Menschen ankommen. Ob die Verteilung von Wasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten allein ausreichen oder militärischer Schutz weiterhelfen muss, kann nur im Einzelfall diskutiert werden.

Humanitäre Hilfe muss ein Grundpfeiler der gegenwärtig diskutierten neuen deutschen Außenpolitik sein. Deutschland soll seine finanziellen, technischen und menschlichen Fähigkeiten verstärkt in der Welt einbringen. Dabei wird es immer darauf ankommen, mit den Partnern in der EU und im Rahmen der Vereinten Nationen vereint tätig zu werden.

Vor allem müssen wir von den Opfern her denken: Was lindert das Leid, was schützt, was hilft den Zivilisten, Frauen, Kindern und Schwachen, den Betroffenen humanitärer Krisen in der Welt.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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