Pressemitteilung 02.12.2014

Elektromobilität: Deutschland spielt weiter in der Regionalliga

Zur heutigen Vorstellung des Fortschrittsberichts 2014 der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) erklärt Stephan Kühn, Sprecher für Verkehrspolitik:

Deutschland ist weit weg davon, Leitmarkt für die Elektromobilität zu werden. Mit angezogener Handbremse werden wir den Rückstand zu anderen Ländern und Fahrzeugherstellern nicht aufholen. Länder wie Norwegen oder dieNiederlande, mit einem deutlich höheren Marktanteil von Elektroautos, zeigen: Wir brauchen ein Marktanreizprogramm. Nur die Möglichkeit, in Zukunft kostenlos parken zu dürfen, wird die Absatzzahlen von Elektroautos kaum ankurbeln.

Wir brauchen einen beherzteren Vorstoß für mehr E-Mobilität: Der Markthochlauf für Elektroautos kann über öffentliche und gewerbliche Fahrzeugflotten sowie elektrisch betriebene Car-Sharing-Fahrzeuge gelingen. Wir brauchen eine Beschaffungsoffensive für die öffentlichen Fuhrparke, die öffentliche Hand muss Vorreiter bei der Elektromobilität sein. Es ist ein Armutszeugnis, dass die Bundesregierung ihr Minimalziel, mindestens zehn Prozent Elektroautos in den Ministerialflotten, nicht erreicht.

Insgesamt greift die bisherige Strategie der Bundesregierung zu kurz. Soll sich Elektromobilität durchsetzen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, reicht es nicht, den Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor zu ersetzen. Die Elektromobilität bietet Chancen für eine zukunftsfähige Mobilität, aber nur wenn auch der Einsatz von Elektrobussen, Nutzfahrzeugen mit elektrischen Antrieben sowie Elektrofahrrädern stärker unterstützt wird und der Strom aus erneuerbaren Energien kommt.

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