Pressemitteilung 21.12.2014

H5N8 Virus: Verbreitungswege erforschen

Zu dem jüngsten Ausbruch des H5N8-Virus in einem Entenbetrieb in Niedersachsen erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

„Die sich häufenden Ausbrüche der Vogelgrippe sind schlimm, sowohl für die aus seuchenhygienischen Gründen gekeulten Tiere als auch für die Betriebsinhaber, die ihren gesamten Bestand verlieren. Umso mehr ist es nun die Pflicht des beauftragten Friedrich-Löffler-Instituts, endlich die Verbreitungswege des Virus zu erforschen. Denn wie kann ein Virus den Weg von einem Wildvogel in einen hermetisch abgeschlossenen konventionellen Geflügelmaststall finden?

Diese Frage stellt sich jeder, der die strengen Hygienestandards in der industriellen Geflügelproduktion kennt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass keine Wildvögel für die Verbreitung des Virus verantwortlich sind. Sondern, dass die Ursachen im internationalen Handel von Stalleinrichtungen und/ oder Futtermitteln zu suchen sind. Dies hätte natürlich weitreichendere Konsequenzen zur Folge, als lediglich die tierfreundliche Freilandhaltung zu unterbinden. Dies würde das gesamte System der industriellen Tierhaltung in Frage stellen.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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