Pressemitteilung 08.12.2014

KiK tritt Gewerkschaftsrechte mit Füßen

Zum Ende des Streiks der KiK-Mitarbeiter erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

KiKs Umgang mit seinen Angestellten ist ein Skandal. Das Unternehmen stellt wieder einmal unter Beweis, dass sein Geschäftsmodell auf Ausbeutung beruht. Das Unternehmen verstößt in Deutschland wie in Bangladesch gegen Arbeitnehmerrechte. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter werden schikaniert, Überstunden nicht bezahlt und Löhne gedrückt. In Bönen und in Dhaka gilt: Gewinnmaximierung vor Arbeitsrechten.

Die kruden Methoden des Unternehmens erinnern an den langen, über hundertjährigen Kampf der Unternehmer gegen die Gewerkschaften. KiK tritt das hohe Gut der Gewerkschafts- und Versammlungsfreiheit - das gerade in Deutschland zu einem Erfolgsrezept wurde - mit Füßen.

Auch am anderen Ende der Lieferkette wirtschaftet KiK auf Kosten der Belegschaft. Das niedrige Preisniveau wird auch auf den Schultern der Näherinnen und Näher in asiatischen Textilfabriken garantiert. Hungerlöhne, fehlende katastrophale Arbeitsstandards und mangelhafte Sicherheitsbedingungen sind an den Produktionsstätten des Unternehmens weiter an der Tagesordnung. KiK behindert direkt oder indirekt die Arbeit der Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen. Mit fatalen Folgen: KiK ließ an den asiatischen Standorten produzieren, an denen es in den vergangenen Jahren zu größeren Unglücken in Textilfabriken kam und mehr als 1500 Menschen ums Leben kamen. Wirkliche Verantwortung für die Opfer übernahm das Unternehmen nie.

KiK darf nicht weiter das Schmuddelkind der deutschen Textilindustrie bleiben Das Unternehmen muss endlich ein Geschäftsmodell entwickeln, das der Unternehmenswelt des 21. Jahrhunderts würdig ist. Die Unterdrückung von Gewerkschaften und das Ausbeuten der Arbeiterschaft muss ein Ende haben!

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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