Pressemitteilung 11.12.2014

Mehrwegflasche geht zurück – Regierung muss handeln

Anlässlich der Veröffentlichung des Umweltministeriums zu weiter sinkenden Zahlen für Mehrwegflaschen erklärt Peter Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik:

Die neuen Zahlen sind dramatisch schlecht. Seit Jahren wird das Ziel der Verpackungsverordnung verpasst, den Anteil von Mehrwegflaschen auf 80 Prozent zu steigern. Die Bundesregierung unternimmt nichts, um den Niedergang der Mehrwegflaschen zu stoppen. Damit schadet sie achselzuckend auch dort der Umwelt, wo engagiertes Zupacken sehr schnell möglich wäre.

Dosen und Einweg-PET Flaschen überschwemmen die Supermärkte. Dabei haben Mehrwegflaschen klare Vorteile für die Umwelt. Vergleichende Ökobilanzen belegen, dass sie weniger CO2 verursachen. Doch anstatt ökologisches Handeln zu fördern, will sich die Regierung nicht mit der Einweglobby anlegen.

Dabei gibt es ausreichend Ideen, um den Anteil an Mehrwegflaschen zu erhöhen: Verbraucherinnen und Verbraucher müssen schnell erkennen können, ob sie Einweg oder Mehrweg kaufen. Der Vorschlag des Umweltministeriums reicht dafür keinesfalls aus. Auch fehlen ausreihend Informationen, welche Vorteile die Mehrwegflaschen haben. Zudem gehören die Ausnahmen von der Pfandpflicht auf den Prüfstand, denn die versteht niemand mehr.

Hintergrund:

Die aktuellsten Zahlen des Bundesumweltministerium zeigen, dass nur noch 47% aller Getränke in Mehrweg oder vorteilhaften Einwegverpackungen verkauft wurden. Einzig bei Bier ist die Mehrwegflasche noch stark (> 85%), bei alkoholhaltigen Mischgetränken aber bereits unter 10%. Die Zahlen sinken jährlich, im Jahr 2004 war der Anteil noch bei 70%. Aufgrund der besseren Umweltbilanz ist in der Verpackungsverordnung ein Anteil von 80 % Mehrweg oder ökologisch vorteilhaftes Einweg für Getränke festgelegt.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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