Pressemitteilung 01.12.2014

Tierversuchsstatistik: Anzahl der getöteten Tiere viel zu hoch

Anlässlich der heutigen Veröffentlichung der Tierversuchsstatistik für 2013 erklärt Nicole Maisch, Sprecherin für Tierschutzpolitik:

Allein in Deutschland wurden im letzten Jahr knapp 3 Millionen Tiere in Versuchen gequält und getötet. Dass Bundesminister Schmidt diese Zahl als Erfolg verkauft ist zynisch. Zwar ist die Anzahl der Tiere gegenüber 2012 gesunken, doch im Vergleich zu 2011 wurden im letzten Jahr rund 80.000 Tiere mehr getötet. Sogar für Schönheitsbehandlungen - wie z.B. mit Botox - werden Jahr für Jahr noch immer Tausende von Mäusen tot gespritzt.

Minister Schmidt muss endlich den nötigen Paradigmenwechsel schaffen und dazu gehört eine deutliche Stärkung der Erforschung, Anerkennung und Anwendung von Alternativmethoden. Diese sind nicht nur mit weniger Tierleid verbunden, sondern mitunter auch wesentlich zuverlässiger als Versuche an Tieren. Die ZEBET auszubauen, wie von Schmidt angekündigt, ist nur ein erster Schritt und reicht bei weitem nicht aus.

Notwendig ist auch die Überarbeitung des Tierschutzgesetzes. Die ohnehin in einigen Punkten zu lasche EU-Tierversuchsverordnung wurde falsch im Tierschutzgesetz umgesetzt – zu Lasten des Tierschutzes. Hier muss der Minister schnellstmöglich korrigieren, wenn er es mit dem Tierschutz ernst meint.

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