Pressemitteilung 04.12.2014

Weltbodentag: Boden schützen

Anlässlich des Weltbodentags am 5. Dezember und der Eröffnung des Internationalen Jahr des Bodens durch die Bundesregierung erklärt Peter Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik:

Weltweit sind unsere Böden in schlechtem Zustand: Zubetoniert, kontaminiert, fortgespült oder ausgetrocknet. Das können wir nicht achselzuckend hinnehmen: Nur gesunde Böden sichern unsere Ernährung und Zukunft.

Konferenzen und Feierlichkeiten zum „Internationalen Jahr des Bodens 2015“ allein retten keine Lebensgrundlage – nirgendwo. Die Bundesregierung muss damit aufhören, nur anderen zu sagen, wie sie ihre Böden schützen sollen – sie muss in Deutschland selber damit anfangen.

Ein Beispiel: In der Landwirtschaft zerstört Verdichtung immer mehr Böden. Auf Straßen sind Maschinen mit einem Gewicht von über 44 Tonnen verboten – auf Feldern nicht. Der Reifendruck hinterlässt tote Böden. Das eigene Umweltbundesamt ist alarmiert, doch die Bundesregierung unternimmt nichts. Es wäre den aktuellen Feierlichkeiten angemessen, wenn die Bundesregierung hier endlich handelt und die ungebremste Zerstörung von Böden stoppt.

Hintergrund:

Auf öffentlichen Straßen sind laut Straßenverkehrsordnung höchstens 44 Tonnen pro Gespann erlaubt – auf Äckern und Feldern gibt es keine Begrenzung. Gespanne von bis zu 60 Tonnen sind deshalb keine Seltenheit, zum Beispiel Rübenroder zum Ernten von Zuckerrüben.

Der Druck zerstört die Artenvielfalt, das Bodenprofil, und wieviel Wasser in den Böden aufgenommen werden kann. Die Gefährdung durch Verdichtung ist bei 2/3 der sehr nassen Böden in Deutschland hoch oder sehr hoch. (Umweltbundesamt http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/bilder/10_i-relaunch_bodenverdichtng_bodenfunktion_tabellen_03_at.png)

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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