Pressemitteilung 27.02.2014

Arbeitsmarkt: Ein milder Winter löst keine strukturellen Probleme

Zu den Arbeitsmarktzahlen für den Monat Februar erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Der milde Winter sorgt für nur minimal steigende Arbeitslosenzahlen im Februar. Das ist erfreulich, aber kein Grund zur Tiefenentspannung. Denn die strukturellen Probleme am Arbeitsmarkt sind nach wie vor ungelöst. Darauf hat heute auch das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, eindrücklich hingewiesen. Der Beschäftigungsaufbau geht nach wie vor an den Arbeitslosen vorbei. Ein Drittel aller Arbeitslosen ist schon länger als ein Jahr ohne einen Arbeitsplatz. Die bisherige Arbeitsmarktpolitik für die Gruppe der Langzeitarbeitslosen ist gescheitert.

Arbeitsministerin Nahles hat den Arbeitslosen bisher keine Aufmerksamkeit geschenkt. Auch der Koalitionsvertrag ist ausgesprochen mager. Weder kommt der dringend erforderlich Soziale Arbeitsmarkt, noch ist in irgendeiner anderen Hinsicht etwas von Aufbruch im Sinne der Arbeitslosen zu spüren. Wenn nun noch CDU-Vize Michael Fuchs Milliarden aus der Arbeitsförderung für die Finanzierung der Rentenpläne der Großen Koalition fordert, dann müssen alle Alarmglocken schrillen. Vor allem bei Andrea Nahles. Sie muss sich endlich für die Abgehängten einsetzen.

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