Pressemitteilung 05.02.2014

Aus Fehlern des Ausbildungspaktes Konsequenzen ziehen

Zur heute vorgestellten Bilanz zum Ausbildungspakt erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Jugendpolitik und Ausbildung:

Bei allen "Erfolgsmeldungen" der Träger des Ausbildungspaktes muss der Blick nun auf die bestehenden Herausforderungen gerichtet werden. Es ist viel zu kurz gedacht, wenn das Augenmerk immer nur auf die nicht besetzten Ausbildungsstellen gelegt wird. Mehr als eine viertel Million Jugendlicher wartet heute immer noch in einem teils chaotischen Übergangssystem auf eine Chance, einen Ausbildungsvertrag zu bekommen. Der Anteil der Unternehmen, die überhaupt noch eine Ausbildung anbieten, wird immer kleiner. Und das, obwohl von Seiten der Wirtschaft immer wieder auf einen Fachkräftemangel verwiesen wird.

Es gibt genug Herausforderungen für eine neue Ausbildungsallianz. Aber dafür muss die Verbindlichkeit der Vereinbarungen erhöht werden. Die Gewerkschaften müssen mit an den Tisch und der Blick muss geschärft werden für die, die im bisherigen System benachteiligt sind. Die Versäumnisse der letzten schwarz-gelben Koalitionsjahre müssen dringend behoben werden.

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