Pressemitteilung 26.02.2014

Bundesbank-Vorstand: Frau Buch ist eine gute Wahl

Zur Nominierung der Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Buch als Mitglied des Bundesbankvorstands erklärt Dr. Gerhard Schick, Sprecher für Finanzpolitik:

Mit der Nominierung von Claudia Buch hat die Bundesregierung eine gute Wahl getroffen. Buch hatte sich nicht nur in Deutschland als Expertin profiliert, sondern ist als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des European Systemic Risk Boards auch auf europäischer Ebene bekannt und geschätzt. Mit ihrer klaren Haltung für eine strenge Schuldenbremse für Banken (leverage ratio), die deutlich über das in Basel III beschlossene hinausgeht, hat sie sich Respekt verschafft und gezeigt, dass sie auch bereit ist, gegen die Interessen der Großbanken zu sprechen. Nachdem sich Jens Weidmann auch für eine Schuldenbremse für Banken ausgesprochen hat, ist es nun wahrscheinlich, dass die Bundesbank ihren bislang Großbanken-freundlichen Kurs aufgibt und sich für mehr echtes Eigenkapital in der Branche einsetzt.

Künftig wäre es jedoch zu begrüßen, wenn die wichtigsten Posten für das deutsche Finanzsystem nicht in Hinterzimmern ausgeklüngelt, sondern in einem transparenten Bewerbungsverfahren bestimmt würden, in welches auch der Deutsche Bundestag eingebunden ist.

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