Pressemitteilung 19.02.2014

DDR-Heimerziehung: Opfer brauchen umgehend verlässliche Perspektive

Anlässlich der Berichterstattung der Bundesregierung im Familienausschuss des Bundestages zum Fonds für Opfer der DDR-Heimerziehung erklärt Katja Dörner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

Die Opfer der DDR-Heimerziehung dürfen nicht wieder enttäuscht werden. Der DDR-Heimerziehungsfonds muss umgehend und angemessen aufgestockt werden. Zu einer Einschränkung der Leistungen darf es keinesfalls kommen.

Es ist nicht akzeptabel, dass die finanziellen Engpässe seit Frühjahr 2013 absehbar waren und es noch immer keine Lösung gibt. Für viele Opfer gibt es zur Zeit keine verlässliche Aussicht auf Hilfe, weil offensichtlich insbesondere die schwarz-gelbe Bundesregierung die Augen vor den Problemen verschlossen hat.

Umso dringlicher ist eine umgehende Lösung. Es ist eine Zumutung, dass Opfer in einigen Bundesländern Monate auf ein Beratungsgespräch warten müssen. Hier sind die Länder aufgefordert, die Beratungsstellen endlich angemessen mit Fachpersonal auszustatten.

Es ist dringend erforderlich, die 10.000 Opfer, die aktuell auf der Warteliste sind, transparent über den Fortgang der Verhandlungen zwischen Bund und Ländern und über ihre Perspektiven hinsichtlich der Leistungserbringung zu informieren.

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