Pressemitteilung 28.02.2014

Förderprogramm MobiPro-EU: Gelder müssen weiter fließen

Zu dem vorläufigen Stopp des Programms MobiPro-EU, das junge arbeitslose Menschen aus Europa fördert, die in Deutschland eine Ausbildung absolvieren oder arbeiten möchten, erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Zig junge Europäerinnen und Europäer sitzen mit bewilligten Anträgen und Flugtickets in der Hand auf gepackten Koffern und wissen plötzlich nicht mehr, ob sie ihr Praktikum in Deutschland finanziert bekommen oder nicht. Es ist ein Unding, dass bereits gemachte finanzielle Zusagen von heute auf morgen mit dem Hinweis auf die vorläufige Haushaltsführung über den Haufen geworfen werden. Die mangelhafte Planung darf nicht auf dem Rücken der jungen Menschen ausgetragen werden. Die Bundesregierung darf die Betroffenen nicht im Stich lassen. Sie muss sicherstellen, dass die Zusagen eingehalten werden und eine schnelle und unbürokratische Lösung finden, damit die Jugendlichen wie geplant ihre Praktika und Deutschkurse antreten können.

Wir werden dazu im Ausschuss für Arbeit und Soziales eine Unterrichtung beantragen, um zu klären, wie es so weit kommen konnte und wie eine schnelle Lösung aussehen kann. Die hohe Nachfrage nach Förderleistungen des Programms MobiPro-EU zeigt, wie wichtig es im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit in Europa und gegen den Fachkräftemangel ist. Die bisherigen Bemühungen, Fachkräfte nach Deutschland zu holen und jungen arbeitslosen Europäern Berufsperspektiven zu eröffnen, dürfen nicht gefährdet werden.

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