Pressemitteilung 07.02.2014

Für faire Spiele – trotz Putin

Zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Sotschi erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

Zur Eröffnung der Winterspiele wünsche ich allen Sportlerinnen und Sportlern gute Wettkampfbedingungen, faire Spiele und viel Erfolg.

Leider ist der Spaß am sportlichen Wettkampf überschattet von undemokratischen Verhältnissen in Russland. Wir verurteilen scharf, wie mit den in der Region von Sotschi lebenden Minderheiten umgegangen wird – die Verletzung der Menschenrechte und die homophobe Gesetzgebung in Russland sind nicht hinzunehmen. Sotschi ist auch ein abschreckendes Beispiel dafür, wie rücksichtslos Natur und Umwelt zerstört wurden, um Sportstätten zu errichten.

Die Spiele sollen ein Fest, ein Ort der Begegnung und des fairen sportlichen Wettkampfes sein. Die Olympischen Winterspiele 2014 wurden leider nicht an einen geeigneten Ort vergeben, sondern direkt an einen Autokraten. Seit Monaten ist klar: Diese Olympischen Spiele finden nicht in Sotschi statt, sondern bei Putin.

Sport und Politik werden gerne voneinander getrennt. Sie gehören aber zusammen. Das IOC sollte selbstverständlich jedes Mitglied des Olympia-Teams unterstützen, wenn sie oder er gesellschaftliche Verantwortung übernehmen will. Es darf nicht sein, dass eine ernsthafte und offene Kritik an den gesellschaftlichen Zuständen nicht nur von Russland, sondern auch vom IOC unterbunden wird.

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