Pressemitteilung 11.02.2014

Kindersoldaten: Stoppt den Wahnsinn - keine Waffen in Kinderhände.

Anlässlich des internationalen Red Hand Day am 12. Februar erklären Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Jugendpolitik und Franziska Brantner, Sprecherin für Kinderpolitik:

Waffen gehören nicht in Kinderhände. UNICEF schätzt, dass immer noch zirka 250.000 Kindersoldaten weltweit zum Dienst an der Waffe gezwungen werden – dieser Wahnsinn muss aufhören. Kindesoldaten  werden ausgebeutet, häufig sexuell missbraucht oder eben direkt zum Kampf und Töten gezwungen. Die Kinder und Jugendlichen sind nach diesen furchtbaren Erfahrungen schwer traumatisiert. Die UN-Kinderrechtskonvention verbietet den Einsatz von Minderjährigen in Kriegen.

Deshalb fordern wir, dass die Bundesregierung Druck auf Staaten ausübt, die das zusätzliche Abkommen zur Kinderrechtskonvention zwar unterzeichnet haben, sich faktisch aber nicht daran halten. In Ländern wie Burma, Kolumbien, Philippinen, Afghanistan und Kongo ist der Einsatz von Kindern und Jugendlichen  in Krisengebieten traurige Realität. Auch bei den aktuellen Konflikten in Syrien, Mali oder der Zentralafrikanischen Republik kommen Kindersoldaten zum Einsatz.

Oftmals kämpfen diese Kinder mit deutschen Waffen. Denn die Bundesrepublik ist der drittgrößte Waffenexporteur der Welt und hat laut aktuellem Rüstungsexportbericht der Bundesregierung zuletzt mehr Kleinwaffen - wie Maschinenpistolen und Sturmgewehre - ausgeführt als jemals zuvor. Die Bundesregierung muss sich deshalb besonders dafür einsetzen, dass Kindersoldaten Bildungsangebote und psychologische Unterstützung erhalten  - und keine Waffen.  Kindersoldaten verbringen Jahre ihres Lebens im Kriegsdienst, können weder zur Schule gehen noch eine Ausbildung machen. Dies hat häufig schwerwiegende lebenslange psychische Konsequenzen und verringert die Berufschancen immens.

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